Der Bund der Steuerzahler lehnt eine von SPD-Politikern ins Gespräch 
gebrachte so genannte Sozialsteuer entschieden ab. Wenn einige 
Sozialdemokraten glauben, neue Geldquellen zu brauchen, sollten sie 
einen Blick in die OECD-Statistiken werfen. Bei der Steuer- und 
Abgabenlast hat Deutschland im internationalen Vergleich noch immer eine 
traurige Spitzenposition, sagte der Präsident des Bundes der 
Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke. So hatte im Jahr 2005 ein Single mit 
einem Bruttolohnaufwand von 49.638 Euro einen Nettolohn von 23.942 Euro 
zur Verfügung. In Irland lag der Nettolohn eines Durchschnittsverdieners 
mit einem Bruttolohnaufwand von 35.067 Euro bei 26.047 Euro. Der Keil 
zwischen brutto und netto macht in Irland also 16.676 Euro weniger aus 
als in Deutschland. 
Die Große Koalition solle sich endlich daran machen, die Ausgaben zu 
senken, statt ständig an der Steuerschraube zu drehen. Das gelte 
insbesondere auch für den Gesundheitssektor. Die 
SPD-Gesundheitspolitiker machten es sich zu leicht, wollten sie ständig 
nur noch mehr Geld in das Gesundheitssystem pumpen. Bei defekten 
Wasserleitungen hilft es ja auch nicht, den Wasserhahn immer stärker 
aufzudrehen, so Däke. Mehr Leistungswettbewerb der medizinischen 
Dienstleister und mehr Eigenverantwortung der Versicherten sind gefragt, 
resümierte Däke.