Jahreshauptversammlung 2005

Stadtgruppe Frankfurt der Kleingärtner e. V.

Mitgliederversammlung  am 23. April 2005

 

Gerwald Scholle, 1. Vorsitzender der Stadtgruppe, eröffnete die Mitgliederversammlung im Grossen Saal des Bürgerhauses Bornheim. Zu Ehren der Verstorbenen erhoben sich Gäste und Delegierte.

 

Neben den Delegierten aus 115 Kleingärtnervereinen waren zahlreiche Gäste anwesend. Neben dem Stadtrat Mensinger begrüsste er die Stadträtin Lilli Pölt sowie den stellv. Fraktionsvorsitzenden der CDU und Mitglied im Umweltausschuss, Markus Frank, in seiner Begleitung Robert Lange und Peter Wagner. Von der SPD-Fraktion hieß er Anneliese Scheurich herzlich willkommen, vom Bündnis 90/Die Grünen war Angela Harnisch und von der FDP Yanki Pürsün anwesend.

 

Vom Grünflächenamt der Stadt konnte er den Leiter Stephan Heldmann und Jürgen Burkert begrüßen und von den Ehrenmitgliedern der Stadtgruppe Hans Busch, Horst Heil, Erich Horn und Karl Schnarr. Der Landesverband Hessen der Kleingärtner e. V. war vertreten durch seine komm. Vorsitzende, Sigrid Kurzidim, ihrem Stellvertreter Norbert Renz, dem Schatzmeister Hans-Dieter Desel und dem stellv. Schatzmeister, Jürgen Sammet.

 

In seiner Begrüssungsansprache erinnerte Gerwald Scholle an die Rede der Oberbürgermeisterin im letzten Jahr, wo sie u. a. sagte: „Ich werde ihnen die Türen zu den Ämtern öffnen.“ Dadurch waren Gespräche mit dem Umweltamt möglich. Stichwort: Abfallgebühren.

 

Im KGV Buchhang e. V. soll ein Seniorengarten gestaltet werden. Das Stadtvermessungsamt erstellt z. Z. eine digitale Strassenkarte 1:1000, in der auch die Kleingärtnervereine eingetragen sind, so dass Feuerwehr, Polizei und Notdienste die Möglichkeit haben, schnell und problemlos Hilfe zu leisten. Sein Dank ging an die Politiker, den Mitgliedern des Umweltausschusses sowie an die noch im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder.

 

Des Weiteren wies Gerwald Scholle auf folgende geplante Baumassnahmen hin, wo auch Kleingärtnervereine betroffen sein werden

  • Ausbau des 3. und 4. S-Bahn-Gleises nach Friedberg
  • Verlängerung der U 5 zum Frankfurter Berg
  • Abfahrt der A 5 in Frankfurt-Niederrad nach Süden
  • Honselbrücke
  • Riederwaldtunnel
  • Kleiner Alleentunnel

Wir beobachten alles, sind mit dem Grünflächenamt deswegen in steter Verbindung. Wir werden dann rechtzeitig reagieren und früh genug Kontakt mit den betroffenen Vereinen aufnehmen, so Scholle. Grundsatz wird immer die Erhaltung der Kleingartenanlage sein. Wenn es nicht anders geht, ist Ersatzgelände und entsprechende Entschädigung zu leisten (nach dem abgeschlossenen Vertrag wie zur Olympiabewerbung 2012).

 

Stadtrat Mensinger überbringt die Grüsse des Magistrats. Er betont, dass positiv zu vermerken ist, dass wieder vermehrt zu verzeichnen ist, dass junge Familien sich für die Kleingärten interessieren. U. a. führt er wörtlich aus, dass die Stadt Frankfurt am Main im Grundsatz für jeden Quadratmeter verlorener Kleingartenfläche Ersatz zur Verfügung stellen wird. Die personelle Besetzung im Grünflächenamt bezeichnet er als nicht ausreichend. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgruppe können aber die geforderten Massnahmen geleistet werden. Wir haben für das Jahr 2004 erneut Fördermittel für das Kleingartenwesen zur Verfügung gestellt. Das wird auch im Doppelhaushalt 2005/2006 geschehen; nur steht die Höhe noch nicht fest. Abschliessend bedankt er sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, weil ohne sie keine reibungslose Vereinsarbeit möglich wäre.

 

Markus Frank, stellv. Vorsitzender der CDU-Fraktion, kam diesmal nicht mit leeren Händen, sondern überreichte dem Vorsitzenden Gerwald Scholle „die Köstliche von Scharnow“, weil die Stadtgruppe in diesem Jahr ihr 90. Bestehen hat.

 

Er weist nochmals auf die harten aber fairen Verhandlungen bzgl. der Olympiabewerbung der Stadt hin, die mit Erfolgen für die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ausgegangen sind. Es ist klar, auch bei anderen Massnahmen, die erforderlich werden, muss es Ersatzgelände geben. Wir wissen, dass wir mit Ihnen vertrauensvoll verhandeln können. Es steht noch einige Arbeit vor uns.

 

Anneliese Scheurich von der SPD-Fraktion und Mitglied des Umweltausschusses versicherte mit Nachdruck: „Wir stehen an Ihrer Seite. Sie können unserer Unterstützung sicher sein. Wir wissen, welch hohen Stellenwert Ihre Arbeit hat. Ihre Pflege ist unersetzlich für das Grün in unserer Stadt. Es ist klar, dass, wenn „erschlossene Grundstücke zur Verfügung gestellt werden müssen“. Für Ihre Arbeit nochmals vielen Dank. Lassen Sie uns Probleme wissen, wenn wir helfen können, tun wir das gerne. Wir werden gerade jetzt bei dem „Wasserproblem“, das einige Kleingärtnervereine betrifft, uns massiv einsetzen.

 

Angela Hanisch, Bündnis 90/Die Grünen, überbrachte ebenfalls die Grüsse ihrer Fraktion. Ihre Vereinigung ist schlagkräftig und kann der Politik gegenüber treten. Die digitale Stadtkarte ist eine hervorragende Sache. Unser Grundsatz ist: Bestehende Anlagen zu schützen; Ersatz ist immer die schlechtere Lösung. Die Grünflächen müssen erhalten bleiben als Ausgleich zum engen Wohnungsbau.

 

Yanki Pürsün von der FDP-Fraktion bedankte sich für die Einladung zur 90. Hauptversammlung. Er hob besonders hervor, dass die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner das Grün pflegen und sich so für andere Menschen engagieren. Kleingärten bieten schöne Freiräume, und auch wir die FDP-Fraktion wollen weiterhin für Sie da sein.

 

Die komm. Landesverbandsvorsitzende Sigrid Kurzidim überbrachte die herzlichsten Grüsse der rd. 36.000 organisierten Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus ganz Hessen. Sie stellte heraus, dass das Wir-Gefühl und die Dachorganisationen gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig sind.

 

Sie betonte, dass der Landesverband stets an der Seite der Stadtgruppe steht, damit Probleme gemeinsam gemeistert werden können. Insgesamt gibt es in Deutschland rd. vier Millionen Bürgerinnen und Bürger, die dem organisierten Kleingartenwesen sehr  nahe stehen. Eine so grosse Gemeinschaft kann viel erreichen; man muss dessen nur bewusst sein.

 

Abschliessend wies sie noch auf das Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juni 2004 zur kleingärtnerischen Nutzung hin, dass endlich insbesondere den Vereinen und Verbänden mehr Sicherheit und Hilfestellung gibt.

Danach wurden die neuen Vereinsvorsitzenden den Delegierten vorgestellt.

Nach der Ehrung verdienter Kleingärtnerinnen und Kleingärtner mit dem Silbernen Verbandsabzeichen des Landesverbandes Hessen für besondere Leistungen um das Kleingartenwesen das von der Stadträtin Lilli Pölt an die

Gfdin. Renate Comanescu, KGV Reifenberger e. V. sowie die
Gfde. Helmut Freyer, KGV Sindlingen e. V.,
Rudolf Kaschnik, KGV Häuserwiese e. V.,
Wolfgang Klinzing, KGV Pfingstweide e. V.,
Manfred Marks, KGV Am Marbachweg e. V.,
Hans-Jürgen Müller, KGV Selbsthilfe e. V. und
Karl-Heinz Ritzel-Deul, KGV Selbsthilfe e. V.

überreicht wurde, konnten 24 Fachberaterausweise an die neu ausgebildeten Fachberaterinnen und Fachberater übergeben werden. Drei Fachberaterausweise werden zugeschickt. Es ist sehr erfreulich, dass sich die Fachberaterausbildung so grosser Beliebtheit erfreut.

 

Nach einer Pause ging es mit dem nicht öffentlichen Teil weiter. Geschäftsbericht und Bericht der Kassenprüfer wurden ohne Diskussion zur Kenntnis genommen. Zum Kassenbericht gab es einige Nachfragen, die von der Rechnerin beantwortet werden konnten. Der Kassenprüfer, Bernd Serke, beantragte die Entlastung des Vorstandes.

 

Norbert Renz, stellv. Vorsitzender des LV Hessen wurde einstimmig zum Wahlleiter gewählt. Als Wahlhelfer standen ihm zur Seite, Hans-Dieter Desel und Jürgen Sammet, Vorstandsmitglieder des LV Hessen. Von 146 eingeladenen Delegierten waren 108 anwesend. Lt. Satzung musste der Wahlleiter zu erst über den Antrag: Entlastung des Vorstandes abstimmen lassen. In diesem Zusammenhang dankte er den Vorstandsmitgliedern der Stadtgruppe für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte dann einstimmig.

 

Gewählt wurden die Vorstandsmitglieder von den Delegierten per Akklamation und einstimmig. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

 

1. Vorsitzender Gerwald Scholle

2. Vorsitzender Rolf Huber

1. Rechnerin Regine Bevc

1. Schriftführer Uwe Koob

Stellv. Schriftführerin Sigrid Kurzidim

Stellv. Rechner Oliver Lang

 

Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Gfde. Klaus-Dieter Hermann,
und Wolfgang Stoll, sowie  Harry Hoppe aus dem Arbeitskreis Fachwarte der Stadtgruppe werden anlässlich einer besonderen Veranstaltung im September besonders geehrt.

 

Für die ausscheidende Kassenprüferin, Ulrike Scherer, wurde in geheimer Abstimmung Gfdin. Dörr gewählt.

 

Die auf den Bezirksversammlungen gewählten Bezirkssprecher und Stellvertreter sind:

Bezirk 1 Gerhard Binder  Stellvertreter: Helmut Belser

Bezirk 2 Manfred Falk Stellvertreter Dieter Kögler

Bezirk 3 Gerold Schäfer Stellvertreter Dieter Unger

Bezirk 4 Manfred Lattemann Stellvertreter Wolfgang Thein

Bezirk 5 Erich Jung Stellvertreter Sepp-Walter Saltuari

 

Die Genehmigung des Haushaltsplanes 2005 wurde einstimmig
beschlossen. Dem Antrag zur  Beitragserhöhung um € 1,-- pro Mitglied wurde zugestimmt und gilt ab 01.01.2006. Nach verschiedenen Bekanntmachungen und Anfragen der Delegierten schloss der 1. Vorsitzende der Stadtgruppe, Gerwald Scholle die 90. Mitgliederversammlung.

 

S.K.