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06.08.2006 16:02 (64 x gelesen)

          
Was Parteien und Politiker machen, um die Integration zu fördern!
 
Am 16. März 2007 wurde an der Universität Frankfurt/Main eine öffentliche Diskussion zu dem Beitrag der politischen Parteien und der Politiker in der Förderung des Zusammenlebens zwischen MigrantInnen und Deutschen veranstaltet. Der Initiator war das 'Offene Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V.   
 
Zu Beginn der Veranstaltung gab Frau Yildiz Köremezli-Erkiner, Mitglied der Partei ‚Die Linke/WASG’ und Stadtverordnete in Frankfurt, eine Einführung in das Thema Integration. Sie zeigt die Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland auf und stellte die aktuellen Herausforderungen vor. Diese wurden auch von dem zweiten Gastredner, Herrn Yanki Pürsün von der FDP Frankfurt bestätigt. Er wies, basierend auf seinen Erfahrungen als Stadtverordneter in Frankfurt, auf die vergangenen und bestehenden Defizite in der (Kommunal)Politik im Umgang mit MigrantInnen hin. Er zeigte, dass die Politik das Thema Integration lange unterschätzt hatte. Auch der dritte Gastredner, Herr Hassan Mazeh bestätigte dies. Als ehemaliges Mitglied der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) hatte er versucht, in Frankfurt das Thema Integration politisch besser zu verankern. Dagegen wies Herr Andreas Mengelkamp, Ortsbeirat der CDU Frankfurt, auf die wichtigen Schritte hin, die gerade in der Kommunalpolitik in den letzten Jahren gemacht wurden. Es sei ein Umdenken in Frankfurt festzustellen, was den Umgang mit MigrantInnen angeht. Dies gelte auch für die politischen Parteien. Alle Gastredner waren sich einig, dass ‚Integration zu Hause beginnt’. Nur wenn dies anerkannt würde, könne das Zusammenleben zwischen Deutschen und MigrantInnen vorangebracht werden. Denn letztendlich sei Integration auch ein individueller Prozess.
 
Das Publikum war eher kritisch gegenüber den politischen Parteien und stellte den Willen der Politiker, das Zusammenleben zwischen MigrantInnen und Deutschen ernsthaft voranzubringen in Frage. Daraus entspann sich ein lebhafte Debatte. Alle Seiten aber betonten, dass auch die MigrantInnen Initiative entwickeln müßten, sich mit ihren Anliegen und Beiträgen für die Gesellschaft und die Wirtschaft einzubringen. Integration könne nur gelingen, wenn sich – über die Politik hinaus - alle gesellschaftlichen Kräfte engagieren.
 
Die Moderatorin der Veranstaltung, Frau Lynda Hamelburg, stellte heraus, dass in einer Diskussion nicht alle Fragen der Integration beantwortet werden könnten, dass es aber wichtig sei, weiter miteinander zu sprechen: ‚Denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Integration bewältigen. Als Mitglied einer politischen Partei oder als MigrantIn; wir alle sind verantwortlich und sollten zusammen arbeiten, wenn wir in Deutschland und der Welt eine gemeinsame und damit friedliche Zukunft schaffen wollen’.
 
Die nächste Veranstaltung des 'Offenen Diskussionsforums' wird am 20. April 2007 stattfinden. Dabei wird das Thema ‚Vereine und Bürgerinitiativen als Integrationsplattform’ im Mittelpunkt stehen.  
 
Mehr Informationen dazu finden sich unter www.opendiscussionforum.com  
 
Frankfurt/Main, 22. März 2007



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