29.01.2005
Zeichen gegen Kinderarbeit
Frankfurt. Die Stadt soll künftig nur noch Produkte kaufen, die ohne «ausbeuterische Kinderarbeit» hergestellt worden sind. Das hat das Stadtparlament am Donnerstagabend ohne Diskussion beschlossen. Auch bei Ausschreibungen sollen die Kriterien berücksichtigt werden. Es standen Anträge von SPD, Grünen und FDP mit ähnlicher Intention zur Abstimmung.

Händler dürfen künftig nur noch Waren mit anerkannten Siegeln liefern oder müssen eine Selbstverpflichtung abgeben. Die Grünen verweisen insbesondere auf das Problem von Baumaterialien wie Fliesen, Pflaster oder Bordsteine, die zu einem großen Teil in Ländern hergestellt würden, die Kinderarbeit zulassen. Der Magistrat soll außerdem prüfen, ob in der Friedhofssatzung geregelt werden kann, dass nur zertifizierte Grabsteine aufgestellt werden dürfen. Zertifikate nach der vor zwei Jahren in Kraft getretenen ILO-Konvention 182 garantieren, dass keine Kinderarbeit im Spiel ist.

Die CDU stimmte den Anträgen nicht zu; sie wollte sie erst vom Magistrat prüfen lassen. (mu)