28.02.2005
Geld für 804 Russen
Frankfurt. Im Herbst 2000 hatte das Stadtparlament beschlossen, ehemaligen Zwangsarbeitern, die in Frankfurt eingesetzt waren, finanzielle Hilfen zukommen zu lassen. Es sollte ein Sofortprogramm sein. Doch mehr als vier Jahre später waren 804 Personen aus Russland immer noch auf ihr Geld. Grund für die Verzögerung seien unter anderem neue Devisenbestimmungen in Russland. Dadurch sei nicht garantiert gewesen, dass die Betroffenen das Geld ohne Abzüge erhalten, sagte Kulturdezernent Hans-Bernhard Nordhoff (SPD) im Stadtparlament. Bis Ende Mai soll die ausstehende Entschädigung überwiesen werden. Bisher haben etwa 4200 ehemalige Zwangsarbeiter jeweils rund 1000 Euro erhalten. Ursprünglich rechnete man mit 500 bis 800 Fällen. (mu)