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Auflagen für Großveranstaltungen: Kein Rabatt bei Sicherheit für Vereine

Nach der Debatte um die hohen Auflagen für Frankfurter Feste meldet sich nun der Ordnungsdezernent der Stadt zu Wort.
Das Höchster Schlossfest bietet allerhand Attratkionen. Foto: Reuß Das Höchster Schlossfest bietet allerhand Attratkionen.
Frankfurt. 

„Bei der Sicherheit darf es keinen Rabatt geben.“ Mit diesen Worten verteidigte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) die gestiegenen Auflagen für Großveranstaltungen wie beispielsweise beim Höchster Schlossfest. Der Vereinsring Höchst hatte den zunehmenden Verwaltungsaufwand beklagt, den Ehrenamtliche auf sich nehmen müssen, wenn sie Feste organisieren wollen (wir berichteten).

Der FDP-Stadtverordnete Yanki Pürsün fragte gestern im Römer, wie der Magistrat veranstaltende Vereine bei sicherheitstechnischen Fragen unterstützen könne. „Wir unterstützen die Vereine kraftvoll“, beteuerte Frank. Beispielsweise habe der Magistrat 2012 bei der Umplanung des Höchster Festes geholfen, nachdem die Schlossterrasse in Reaktion auf das Love-Parade-Unglück nicht mehr wie zuvor bespielt werden durfte. Und zur Sicherung des Höchster Hafens habe der Magistrat jüngst 800 000 Euro ausgegeben und die Maßnahme beschleunigt. Betroffen von den erhöhten Sicherheitsanforderungen sei nicht „das kleine Festchen des Fußballvereins, sondern Veranstaltungen mit mehreren tausend Besuchern wie das Berger Straßenfest“. Dort müsse trotz des Andrangs immer der Rettungswagen durchkommen können. „Die Bevölkerung weiß, wenn Hilfe gebraucht wird, kommt sie“, sagte Frank.

Die Bockenheimer FDP-Ortsbeirätin Maria-Christina Nimmerfroh bedauerte in einer Erklärung, „dass das Leipziger Straßenfest abgesagt worden ist, weil die Aufgaben mit Ehrenamtlichen nicht zu stemmen sind“. Das Fest sei aus Bockenheim nicht wegzudenken, ein absolutes Highlight für den Stadtteil und alle, die aus der übrigen Stadt kommen. Natürlich habe man Verständnis für die ehrenamtlichen Veranstalter, die unter den ständig steigenden Auflagen litten. Hier sei die Stadt dringend gefordert. „Spaßbremsen in der Verwaltung“ dürften nicht die Feiertradition in Frankfurt behindern.

(tre)
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