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Überraschungen nicht ausgeschlossen

Annette Rinn soll die FDP als Spitzenkandidatin in die Kommunalwahl im kommenden März führen. Die Mitgliederversammlung befasst sich heute außerdem mit einem umfangreichen Antrag zur Flüchtlingsfrage.
Frankfurt. 

Wenn die FDP heute ihre Listen für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte aufstellt, sind Überraschungen nicht ausgeschlossen. „Die Freien Demokraten sind keine Partei, die eine im Vorfeld von irgendeinem Gremium ausgekungelte Liste durchwählt“, sagte die Kreisvorsitzende Annette Rinn in Hinblick auf die Praxis bei CDU und SPD.

Dennoch scheint auf den ersten vier Plätzen alles klar zu sein. Dort werden hinter Rinn die weiteren amtierenden Stadtverordneten Gert Trinklein, Elke Tafel-Stein und Stefan von Wangenheim erneut antreten. Gerangel könnte es um die folgenden Positionen geben, die interessant sind, wenn die FDP ihr Ergebnis von 2011 (3,9 Prozent) verbessern kann oder von den Spitzenkandidaten einer ausscheidet, weil er oder sie zum Beispiel in den Magistrat gewählt wird. An Platz fünf sollen der frühere Stadtverordnete und stellvertretende Kreisvorsitzende Yanki Pürsün sowie die Bockenheimerin Maria-Christina Nimmerfroh Interesse haben.

JuLi-Chefin gesetzt

Auf Platz 6 gilt die Vorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Stefanie Wüst, als gesetzt. Um Platz 7 könnten der stellvertretende Kreisvorsitzende Sebastian Papke sowie die Vorstandsmitglieder Michael Rubin und Ingrid Häußler konkurrieren. Für Platz 8 interessieren sich Katharina Schreiner, die Mitglied im JuLi-Bundesvorstand ist, und der stellvertretende Kreisvorsitzende Michael Bross.

Platz 9 ist für den JuLi-Vertreter Sven Holm reserviert. Auf Platz 10 soll die Stadträtin Renate Sterzel kandidieren, die aber wohl nicht erneut für den ehrenamtlichen Magistrat zur Verfügung steht. Als mögliche Nachfolger sind die ehemaligen hauptamtlichen Magistratsmitglieder Franz Zimmermann und Volker Stein im Gespräch.

Turnhallen räumen

Die FDP-Mitglieder werden sich auf Antrag des Kreisvorstands auch mit einem umfangreichen Antrag zum Thema Flüchtlinge befassen. „Als weltoffene, leistungsfähige und tolerante Metropole kann Frankfurt auf lange Sicht durch die Flüchtlinge gewinnen, wenn die Herausforderungen der Integration gemeistert werden“, heißt es darin. Unter anderem fordert die FDP, die Massenunterkünfte in Turnhallen so schnell wie möglich aufzulösen. Die Flüchtlinge sollten stattdessen in leerstehenden öffentlichen Gebäuden untergebracht werden.

In weiteren Anträgen werden die Umgestaltung des Platzes an der Hauptwache, der Bau neuer unterirdischer Stadtbahnstrecken, die Einrichtung einer Wassertaxi-Verbindung auf dem Main sowie die Reduzierung der Hundesteuer gefordert.

(mu)
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