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FDP-Kreisvorsitz soll in ältere Hände übergehen

Ein Jahr vor der Kommunalwahl tauschen die Frankfurter Liberalen ihre halbe Führungsmannschaft aus. Am 4. März sollen der Kreisvorsitzende und einer seiner Stellvertreter neu gewählt werden.
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Frankfurt. 

Er war ein Shooting-Star: Mit nur 25 Jahren zog Christoph Schnurr für die FDP in den Bundestag ein, wurde Mitglied des einflussreichen Verteidigungsausschusses. Doch mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag nach der Wahl 2013 verlor auch Schnurr sein Mandat. 2012 wurde der heute 30-jährige Schnurr Frankfurter Kreisvorsitzender als Nachfolger von Dirk Pfeil, der genau wie der ehemalige Frankfurter Ordnungsdezernent Volker Stein als sein Förderer gilt.

Der Wahl als Schnurrs Nachfolger bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 4. März stellt sich Annette Rinn. Die 54-Jährige ist auch Vorsitzende der vierköpfigen FDP-Römerfraktion. Rinn hält zwar grundsätzlich nicht viel davon, dass der Fraktions- und der Parteivorsitz in einer Hand liegen. Sie möchte daher den Vorsitz nach einem Jahr wieder abgeben. Dann will auch die Schatzmeisterin Brigitte Reifschneider-Groß ihr Amt zur Verfügung stellen. „Mit 65 Jahren darf man aufhören“, sagte sie.

Rinn gehört derzeit dem FDP-Kreisvorstand als eine von drei Stellvertretern Schnurrs an. Sollte sie von der Mitgliederversammlung gewählt werden, sieht sie es als ihre Aufgabe, „die Kommunalwahl 2016 für die Liberalen erfolgreich zu gestalten“. Als Fraktionsvorsitzende und Parteichefin wäre sie gleichzeitig Spitzenkandidatin bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung.

Schnurr wird Frankfurt verlassen und mit seiner Familie nach Baden-Baden ziehen. Er hat einen eineinhalbjährigen Sohn und tritt in den Betrieb seines Schwiegervaters sein. Bei der Firma handelt es sich um eine Friedhofsgärtnerei mit Garten- und Landschaftsbau. Schnurr hat einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre. Seinen Rückzug vom Parteivorsitz begründete er mit seiner beruflichen Veränderung und betonte, dass der Parteivorsitzende im Wahlkampf vor Ort sein müsse.

Auch sein Stellvertreter Hans-Christian Mick gibt berufliche und private Gründe für seinen Rückzug aus dem Parteivorstand an. Mick wurde im April 2014 zum stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt. 2009 wurde er in den Landtag gewählt, verlor aber sein Mandat fünf Jahre später. Im Mai 2014 trat der studierte Jurist eine Stelle in einer Frankfurter Wirtschaftskanzlei an. Im April gebar seine Frau ihr zweites Kind. Aufgrund seiner privaten und beruflichen Beanspruchung sieht sich Mick nicht mehr in der Lage, sein Stellvertreteramt „so auszufüllen, wie ich es vorhatte“. Der 34-Jährige hofft, dass sich wieder ein Mitglied der Jungen Liberalen für den Stellvertreterposten bewirbt, da sie einen großen Teil der FDP-Mitglieder stellen. Mick kündigte an, sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder politisch engagieren zu wollen. Schnurr will zumindest noch einige Zeit Mitglied der Frankfurter Liberalen bleiben. „Bei der Aufstellung der Kandidatenliste für den Römer will ich mitbestimmen“, sagte er. Ob er sich in seiner neuen Heimat Baden-Baden ebenfalls bei den Liberalen engagieren wird, ließ er offen.

Auch bei der Wahl zum Stadtparlament sortieren sich die Anwärter für die Spitzenplätze auf der FDP-Liste. Neben Fraktionschefin Rinn wollen auch Stefan von Wangenheim und Elke Tafel-Stein wieder antreten. Der 65-jährige Gert Trinklein macht eine erneute Kandidatur von seinem Gesundheitszustand abhängig. Ambitionen für einen Sitz im Römer hat auch Yanki Pürsin.

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FDP-Kreisvorsitz soll in ältere Hände übergehen
Ein Jahr vor der Kommunalwahl tauschen die Frankfurter Liberalen ihre halbe Führungsmannschaft aus. Am 4. März sollen der Kreisvorsitzende und einer seiner Stellvertreter neu gewählt werden.
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/FDP-Kreisvorsitz-soll-in-aeltere-Haende-uebergehen;art675,1218255
16.01.2015
http://static3.fnp.de/storage/pic/importe/fnpartikel/rhein-main/frankfurt/888268_0_fff_schnurr_310314_4c_16_4c.jpg?version=1421373084
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