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07.05.2012

Frankfurt-Haus feiert Geburtstag

Eines der vier Wohnhäuser des „Frankfurt-Hauses“ in Köseköy.	Foto: Privat Eines der vier Wohnhäuser des "Frankfurt-Hauses" in Köseköy. Foto: Privat

Nach dem schweren Erdbeben am 19. August 1999 in der Türkei, bei dem fast 18 000 Tote zu beklagen waren, hatte sich die damalige Frankfurter SPD-Stadtverordnete Ute Hochgrebe zusammen mit der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) für die Unterbringung durch das Erdbeben verwaister und obdachlos gewordener Kinder in einem neuen Heim eingesetzt. Entstanden ist in Köseköy, östlich von Istanbul, das "Frankfurt-Haus". Vier Wohnhäuser und ein Verwaltungsgebäude mit Werkstätten bilden das Zentrum, indem in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100 Kinder zwischen vier und 18 Jahren betreut wurden. Waren es zunächst die Opfer des Erdbebens, wurden später behinderte Kinder und Jugendliche aufgenommen, die hier leben und eine Ausbildung erhalten.

500 000

von der Stadt



Für den Aufbau hatte eine Frankfurter Gruppe türkischer Frauen mehr als 40 000 Euro gesammelt, die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen zehn Jahren etwa 500 000 Euro beigesteuert. Die Gemeinde Köseköy hatte das 500 Quadratmeter große Grundstück gestiftet, während der "Ute Hochgrebe Förderverein" die Kooperation zwischen Frankfurt und Köseköy übernahm und die pädagogische Arbeit durch Spenden unterstützt.

Die Frankfurter Sozialdezernentin Professor Daniela Birkenfeld (CDU) lobte in der Feier zum zehnjährigen Bestehen die Aktivitäten des Vereins, der "wertvolle Hilfen und Unterstützung in den schweren Zeiten nach dem Erdbeben geleistet" habe und durch dessen Arbeit eine "wertvolle deutsch-türkische Zusammenarbeit" entstanden sei. Birkenfeld erinnerte an die "Mini-Fußball-WM" im Jahr 2006, an der in der Mainmetropole acht Kinder aus dem "Frankfurt-Haus" teilgenommen haben.

Fachkräfte-Austausch



Im vergangenen Jahr konnte auf Vermittlung der Stadt, der Awo und des Vereins "Lebenshilfe" ein Fachkräfte-Austausch zwischen Frankfurt und den türkischen Mitarbeitern des Hauses organisiert werden, in dem ihnen eine Fortbildung angeboten wurde. Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung soll eine weitere Fortbildung für Pädagogen und Physiotherapeuten des "Frankfurt-Hauses" am Main organisiert werden.wyg