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11.03.2011

Ärger über «unsinnige Ampelschaltung»

Sie sollte es den Beamten leichter machen, doch bisher ist die neue Fußgängerampel am Niederräder Ufer, nördlich der neuen Feuerwehrwache, vor allem ein Ärgernis für die Bürger. Denn statt einer Bedarfsampel, die den Verkehr nur dann zum Stehen bringt, wenn ein Fußgänger die Straße überqueren möchte, springt die Lichtanlage in regelmäßigen Abständen auf Rot.

Auch dem Stadtverordnete Yanki Pürsün (FDP), der selbst oft mit dem Auto an besagter Stelle vorbeifährt, ist das neue Hemmnis ein Dorn im Auge. Denn auch er dachte, dass lediglich eine reine Bedarfsampel installiert wird. «Eigentlich braucht es dort doch keinen Fußgängerüberweg, außer für die Feuerwehr», sagt Pürsün.

In der nahe gelegenen Bereichswache 41 können die Beamten die Fußgängerampel allerdings per Knopfdruck bedienen, um bei Bedarf das Niederräder Ufer schnell passieren zu können. Denn nördlich der Straße liegt die Anlegestelle der Wehr. Von dort rücken die Beamten mit ihren Löschbooten aus.

Nachts ausgeschaltet



Warum die Verkehrleuchte aber auch dann aktiviert ist, wenn niemand den Übergang nutzt, bleibt Pürsün ein Rätsel. «Früher waren in diesem Bereich sämtliche Ampeln nachts ausgeschaltet», erinnert sich der Liberale. Doch auch dies habe sich inzwischen geändert. Vor allem die Autofahrer, die den Stadtteil über die Haardtwaldstraße in Richtung Westen verlassen wollen, sind verärgert. Wer links auf das Niederräder Ufer abbiegt wird nur wenige Meter weiter erneut zum Halten gezwungen. Bis Ende März soll die «unsinnige Ampelschaltung» geändert werden, hofft Pürsün. Auf Nachfrage beim Straßenverkehrsamts habe es geheißen, «die verkehrsabhängige Steuerung» werde eingeführt, sobald die beauftragte Firma «das Programm für dieselbe geliefert» hätte.

Ulrich Schöttler, Leiter des Straßenverkehrsamts, weiß, dass die Umstellung auf eine Bedarfsampel noch in dieser Woche erfolgen soll. Das Update der verkehrsabhängigen Steuerung müsse noch installiert werden. «Das hat uns zumindest die Firma Siemens mitgeteilt, die für die Software der Ampel zuständig ist», sagt er.

Das Problem sei, dass Siemens «die modernste Technik und Software, die es derzeit auf dem Markt gibt», installiert hat, aber nur über ein, zwei Mitarbeiter verfügt, die sich mit derselben auskennen. «Die können eben nicht überall gleichzeitig sein», sagt Schöttler. Der Software-Riese wolle allerdings weitere Mitarbeiter im Umgang mit dem System schulen, damit derartige Engpässe in Zukunft vermieden werden können. ges