27.08.2007
Verbrechen:
Pürsün für
neue Statistik
Frankfurt. Der FDP-Stadtverordnete Yanki Pürsün hat gefordert, die vergleichende Kriminalstatistik für deutsche Kommunen zu überarbeiten. Es sei notwendig, die Vorgaben für diese Statistik zu verändern und insbesondere Sondertatbestände differenzierter zu erfassen.

Anlass dafür waren jüngste Veröffentlichungen, in denen erneut Frankfurt als „Hauptstadt des Verbrechens“ bezeichnet wurde. Grund dafür sei, dass die Häufigkeitszahl in der Statistik nur eine Relation zwischen den registrierten Straftaten und der amtlich gemeldeten Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz in Frankfurt herstelle. Unberücksichtigt bleibe, so Pürsün, dass keine andere deutsche Stadt eine so hohe Zahl an Pendlern, Messebesuchern und Fluggästen aufweise wie Frankfurt.

Der FDP-Politiker schlug vor, Verstöße gegen das Ausländerrecht, Zolldelikte und „ähnliche Straftaten aus importierter Kriminalität“ aus der Statistik herauszurechnen, um „schiefe Vergleiche“ zu vermeiden und die Statistik wirklichkeitsnäher zu machen. „Wir schulden es den Bürgern der Stadt“, so Pürsün, „Frankfurt vom Image der Verbrecherkommune zu befreien“. (jge)