06.12.2005
SPD gegen EDV-Zentrum am Westhafen
Frankfurt. Als «maßlos und verschwenderisch» hat die SPD-Stadtverordnete Sylvia Weber die Absicht von Kämmerer Horst Hemzal (CDU) kritisiert, ein neues Rechenzentrum am Westhafen zu bauen. Mit einem dringlichen Antrag an das Stadtparlament will die SPD durchsetzen, dass die Planungen vorgestellt werden und über Kosten und Projektziele entschieden wird.

30 Millionen Euro für Beraterverträge auszugeben sei zu viel, sagte Weber. Der Stadt fehle Geld für Erzieherinnen, aber Hemzal wolle 106 neue Stellen schaffen, um die Ämter mit einer Einheitssoftware zu versorgen, die in diesem Umfang gar nicht benötigt werde. Eine bessere Dienstleistung für die Bürger werde damit nicht erreicht.

Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass die Stadtverordneten 2002 eine Vereinheitlichung der unterschiedlichen Datenverarbeitungssysteme in der Verwaltung gefordert hätten. Von diesem Auftrag habe sich der Kämmerer «weit entfernt». Statt konkreter Schritte zur Vereinheitlichung der Software plane Hemzal eine große zentrale Einheit, die zunächst mal viel Geld kosten werde. Es müssten nun «alle Kosten auf den Tisch gelegt» und dabei die Vorgaben des hessischen Innenministeriums beachtet werden. (fnp)

Flughafen: Bürgerbüro in Frankfurt

Frankfurt. Bürger aus Frankfurt und Umgebung können sich jetzt leichter über den Flughafenausbau und seine Folgen informieren. Das Bürgerbüro des Regionalen Dialogforums ist von Rüsselsheim nach Sachsenhausen umgezogen. Seit dem 1. Dezember sind die verkehrsgünstig gelegenen Räume in der Diesterwegstraße 10 geöffnet, offiziell eingeweiht wird das Büro Anfang nächsten Jahres. Fünf Jahre lang war das Bürgerbüro in Rüsselsheim. «In zahllosen Gesprächen stand unser Team den Menschen der Region zur Verfügung», sagte Johann-Dietrich Wörner, der Vorsitzende des Dialogforums. Mehr als 300 Mal liehen sich Bürger Schallmessgeräte aus, um die Lärmbelastung zur prüfen, in 50 so genannten Dialogstunden stellten sich Experten den Fragen und der Kritik. Wörner kündigte an, die erfolgreiche Arbeit am neuen Standort in Sachsenhausen fortzusetzen. In dem Büro gibt es aktuelle Informationen rund um den Flughafenausbau. Am Computer können Bürger prüfen, wie laut der Fluglärm bei ihnen zu Hause derzeit und im Falle des Flughafenausbaus ist. (mu)

FDP will mehr Geld für Frauenhäuser

Frankfurt. Nach der SPD haben sich auch die Liberalen im Römer dafür ausgesprochen, im kommenden Jahr «aus Mitteln des Sozialdezernats» zusätzliche Gelder für die drei Frankfurter Frauenhäuser bereitzustellen. Dass das Land Hessen die Zuschüsse für den Verein «Frauen helfen Frauen» um mehr als 50 000 Euro gekürzt habe, sei bedauerlich, erklärten die FDP-Stadtverordneten Brigitte Reifschneider-Groß und Yanki Pürsün nach einem Informationsgespräch mit den Betroffenen. Pürsün hielt zugleich der SPD vor, es gehe ihr mit dem Antrag, einen höheren Zuschuss aus dem städtischen Haushalt zu bezahlen (die FNP berichtete), nur um einen «Showeffekt». Statt wie der SPD-Stadtverordnete Peter Feldmann an das Römerparlament zu appellieren, solle Sozialdezernent Franz Frey (SPD) «endlich auf das Schreiben des Vereins antworten». (fnp)

Bührmann feierte mit Heimkindern

Frankfurt. Der Vorsitzende der Landesvereinigung der Schausteller, Hans Jürgen Feuerstein, hat gestern Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann (CDU) den Erlös der Aktion «Kinder helfen Kindern» überreicht. Bei der Aktion im Sommer im Palmengarten waren 1045 Euro zusammengekommen. Bührmann feierte als Vorsitzender der Heinrich-Kraft-Stiftung im «Ratskeller» mit rund 100 Heim- und Pflegekindern ein vorgezogenes Weihnachtsfest.