04.07.2005
FDP kritisiert Verkehrs-Chaos
Frankfurt. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Römer, Yanki Pürsün, hat das Chaos im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Verlauf und nach den Unwettern am Mittwoch scharf kritisiert. Er könne nicht verstehen, wieso die Betreiber regelmäßig nicht in der Lage seien, die Folgen außergewöhnlicher Wetterlagen mit angemessenen Maßnahmen zu begegnen. Am Mittwochabend hatten Blitze S-Bahnen lahm gelegt und die Wassermassen Verkehrsanlagen überflutet. «Fahrgäste saßen stundenlang fest und wurden in manchen Fällen zunächst nicht einmal über die Sachlage informiert. In einem Fall konnten Fahrgäste erst nach zweieinhalb Stunden mit Leitern aus einem havarierten Zug befreit werden», schildert Pürsün Beispiele und kritisiert: «Eine derartige Situation grenzt an Freiheitsberaubung.» Pürsün kann auch «keinerlei Verständnis dafür aufbringen, dass für die Pendler nach Frankfurt im Bus-Ersatzverkehr zwischen Camberg und Eppstein in der Hautverkehrszeit zeitweilig nur ein Bus eingesetzt war. «Warum sind die Verkehrsbetriebe bei der Bewältigung von Unwetterfolgen regelmäßig unvorbereitet und völlig überfordert?», fragt Pürsün. Chaotische Situationen wie die vom Mittwoch stellten den Betreibern ein schlechtes Zeugnis aus. (tre)