04.02.2005
Erziehungsberatung ist endgültig gerettet
Rödelheim. Jetzt hat es die Erziehungsberatungsstelle in der Alexanderstraße 29 auch schriftlich bekommen, dass sie in diesem Jahr weiterarbeiten kann. Luisa Pinci vom Vorstand des Trägers, Verein für Psychotherapie, Beratung und Heilpädagogik, berichtete während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 7 (Rödelheim, Hausen, Praunheim, Westhausen, Industriehof), dass der Bewilligungsbescheid der Stadt in Höhe von 225 000 Euro eingetroffen ist. «Damit ist die Arbeit für dieses Jahr gesichert», sagte Frau Pinci, die sich bei den Vertretern des Ortsbeirates für die Unterstützung zur Rettung der Einrichtung bedankte.

Die Erziehungsberatungsstelle war in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nachdem das Land Hessen zum 1. Januar 2004 die Fördergelder für alle sozialen Einrichtungen gestrichen hatte. Damit fehlten 830 000 Euro für die 15 in Frankfurt tätigen Beratungsstellen. Daraufhin wollte die Stadt zwei schließen: eine städtische und die in Rödelheim ansässige. Das freiwerdende Geld sollte auf die übrigen 13 Häuser verteilt werden, um dort die Arbeit im gleichen Umfang weiter anbieten zu können.

Der Verein für Psychotherapie, Beratung und Heilpädagogik hatte selbst bereits alle Einsparpotenziale ausgenutzt. So wurden die Stellen auf 2,3 reduziert, und die Mitarbeiterinnen verzichteten auf ihr Urlaubsgeld. Nach heftigen Protesten von Bürgern und Ortsbeirat hatte es im Herbst vergangenen Jahres dann doch noch einen Kompromiss gegeben. Alle Einrichtungen mussten etwas abspecken, so dass schließlich auch die seit 19 Jahren in Rödelheim aktive Beratungsstelle erhalten werden konnte.

Die Stadtteilpolitiker nahmen die Nachricht mir Freude auf. Ortsvorsteher Peter Sondag (SPD) hofft nun, dass «wir jetzt nicht jedes Jahr um die finanzielle Unterstützung der Erziehungsberatungsstelle kämpfen müssen». (sö)