30.03.2007
Städtepartnerschaft: Interessenten stehen Schlange
Frankfurt. Das Römerparlament will sich in absehbarer Zeit grundlegend mit den Städtepartnerschaften beschäftigen. Anlass ist der Antrag der SPD, eine Partnerschaft mit der türkischen Hauptstadt Ankara einzugehen. Der SPD-Stadtverordnete Peter Feldmann begründete diesen Vorschlag gestern im Haupt- und Finanzausschuss unter anderem damit, dass die Türken die größte Volksgruppe in Frankfurt stellten. Dem stand ein Antrag der FDP gegenüber, zu prüfen, welche Stadt aus der Türkei oder Zentralasien für eine Partnerschaft in Frage komme. Zentralasien sei mit seiner wirtschaftlichen Dynamik eine Region, in der sich Frankfurt engagieren solle. Eine neue Städtepartnerschaft solle aber nur dann eingegangen werden, wenn die Frankfurter Öffentlichkeit daran interessiert sei und sich ein aktiver Städtepartnerschaftsverein anbiete. Beide Anträge soll der Magistrat nun prüfen.
Während Feldmann darauf verwies, dass es einen Schüleraustausch zwischen Ankara und Frankfurt gebe, hob Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz hervor, dass bereits 14 Städtepartnerschaften und -freundschaften bestünden. Bevor über weitere Partnerschaften entschieden werde, solle eine Bilanz gezogen werden. Dabei gelte es auch zu klären, weshalb bestimmte Partnerschaften funktionierten, andere dagegen nicht. Nicht nur in der Türkei und Zentralasien habe Frankfurt bisher keine Städtepartner, sondern auch in Skandinavien und „südlich der Sahara“, sagte Cunitz. Deshalb solle man sich parteiübergreifend auf ein Konzept verständigen.

CDU-Fraktionschef Markus Frank wies darauf hin, dass im städtischen Haushalt lediglich 50 000 Euro für die Pflege von Städtepartnerschaften zur Verfügung stünden. Insgesamt 36 Kandidaten hätten sich zudem für eine Partnerschaft angeboten. (jge)