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Regionalnachrichten

Die Niederräder Salzmannschule: Fehlende Fluchtwege, schleche Energiewerte und eine ungünstig angeordnete Baustruktur. Sanierung unmöglich, Neubau teuer. Foto: Pfaff

7,4 Millionen Euro Kosten!

Salzmannschule kann nur durch Neubau saniert werden

Niederrad (jogo). Es war die Frage 633 in der 20. Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 18. März 2008 im Frankfurter Römer, die das gesamte Dilemma der Salzmannschule ans Tageslicht brachte. „Die Frauenhofschule und die Niederräder Salzmannschule haben seit Längerem erheblichen Sanierungsbedarf. Dies wurde bereits ausführlich diskutiert. Zudem ist geplant, in der Frauenhofschule mit der Frühbetreuung zu beginnen. Wir fragen den Magistrat: Wann werden die Sanierungen beginnen und welche Maßnahmen sind für diese Schulen geplant?“, forderte Niederrads FDP-Stadtverordneter Yanki Pürsün (Foto oben rechts) von Stadtrat Edwin Schwarz (CDU) klare Aussagen.

An der Frauenhofschule wird gerade saniert

Frankfurts Bau- und Planungsdezernent blieb keine Antwort schuldig. Hinsichtlich der Frauenhofschule konnte Edwin Schwarz bereits „Fastvollzug“ vermelden. „Hier werden die Räumlichkeiten für Frühbetreuung und Teeküche zurzeit hergestellt. Die Fertigstellung dieser Einrichtungen ist zum Ende der 15. Kalenderwoche vorgesehen“, stellte Schwarz klar. Die Umbaukosten für die beschriebenen Maßnahmen betragen ca. 15.000 Euro. Haushaltsmittel hierfür stünden bereit.

Salzmannschule wird zum Sanierungs-Problemfall

Wesentlich teurer wird den Steuerzahler die notwendige Sanierung der Salzmannschule kommen. Nach ausführlicher Untersuchung des Bestandes kamen die zuständigen Frankfurter Ämter zum Ergebnis, dass eine reine Sanierung der bestehenden Schulgebäude „unwirtschaftlich ist“, weil im Zuge dieser Maßnahme eine Vielzahl erheblicher Mängel nicht beseitigt werden könne. Im einzelnen sieht Schwarz Probleme bei der „barrierefreien Erschließung“, den bislang fehlenden Flucht- und Rettungswegen, dem nicht ausreichenden Flächenangebot, der viel zu kleinen Turnhalle, und des ebenfalls zu klein bemessenen Außenspielfeldes.

Schlechte Energiebilanz

Ebenfalls schlechte Werte bescheinigt der CDU-Stadtrat der Salzmannschule in Bezug auf die Energiebilanz und viel zu geringe Flächenökonomie. Ungünstig sei auch die funktionale Trennung einzelner für den Schulbetrieb jedoch zusammenhängender Bereiche.

„Aus wirtschaftlichen und den vorgenannten Gründen ist ein Neubau erforderlich“, stellte Edwin Schwarz klar. Seinen Angaben zufolge sei allerdings der Erhalt und die Sanierung des in seiner baulichen Substanz und architektonischen Durcharbeitung ansprechenden Verwaltungsgebäudes durchaus sinnvoll, jedoch auch extrem teuer.Die Kosten für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes und des Schulneubaues einschließlich aller Nebenkosten bezifferte Schwarz auf ca. 7,4 Millionen Euro netto.Diese Summe sei für den Investitionshaushalt durch das Stadtschulamt angemeldet worden. Niederrads FDP-Stadtverordneter Pürsün will nun genau hinsehen, ob der Magistrat den Millionenbetrag tatsächlich bereit stellt.

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